Puplikationen


Bedeutung der Unfallforschung



Unfälle sind keine Zufälle. Ein Unfall ist auch kein schicksalhaftes Ereignis. Unfälle werden verursacht. Ein Unfall beruht nicht auf Einzelursachen, sondern ist eine Kombination und Verkettung von Ursachen.

Einen Unfall abwenden bedeutet, dass die Kenntnisse und das Wissen über Gefahren vorhanden sind, bzw. dass man über eine mögliche Gegenreaktion Bescheid weiß, die den Unfall nicht wirksam werden lässt.

Gefahren bestehen bereits vor einem Unfall. Diese Gefahren werden aber erst wirksam, wenn Faktoren auftreten, die den Menschen und die Umwelt in Raum und Zeit zusammenführen. Eine Gefahr als solche ist sehr oft nicht abschaffbar, jedoch wird die Gefahr durch Hilfsmittel - seien es technische, physische oder psychische - vermindert oder gar außer Kraft gesetzt.

Aus diesem Grund steht im Mittelpunkt der Arbeit von Grosse schützen Kleine die Unfallursachenforschung. Denn nur, wenn man weiß, wie die Unfälle passieren, ist es möglich, mit effizienten Maßnahmen effektive Unfallverhütungsarbeit zu machen.


Ertrinkungsunfälle

Weltweit ist Ertrinken die vierthäufigste Todesursache für Kinder < 19 Jahren und die häufigste Todesursache beim Kind < 5 Jahren. Hypoxie und bei Herzstillstand auch die Ischämie sämtlicher Organe sind der entscheidende Pathomechanismus für den Ausgang des Unfalles. Unterbrechung der Hypoxie durch sofortige Erste Hilfe, wenn notwendig Laienreanimation und danach optimale notärztliche Versorgung ist für die Prognose mit entscheidend. Mit den Fortschritten in der Intensivmedizin sind kardiorespiratorische Probleme nach dem Ertrinken meist gut behandelbar, die hypoxämisch-ischämische Enzepalopathie bleibt Hauptursache für Tod oder Defektheilung.

Irreversible ZNS-Schädigung tritt nach 3-5 Minuten Hypoxie und Ischämie ein, sodass der Ausgang trotz aller intensivmedizinischen Maßnahmen von der Dauer der Initialen Schädigung abhängt.


Unfälle im Schwimmbad

In einer retrospektiven Studie wurden alle Kinder im Alter bis zu 16 Jahren erfasst, die zwischen Januar 1990 und Dezember 1997 an der Universitätsklinik für Kinderchirurgie Graz wegen einer Schwimmbadverletzung behandelt wurden. Analysiert wurden das Alter zum Unfallzeitpunkt und die Art der Verletzungen. An die Familien dieser Kinder wurden Fragebögen mit Fragen zu Unfallort, -zeit, -hergang und -folgen versandt.

Schwimmbadunfälle von Kindern ereignen sich meist schon nach kurzer Spielzeit, damit erscheint kindliche Ermüdung als auslösende Ursache unwahrscheinlich. 75 % der Schwimmbadunfälle ereigneten sich in Anwesenheit erwachsener Begleitpersonen, so dass Schwimmbadunfälle von Kindern offenbar auch für Erwachsene unvorhersehbar eintreten.

Zur Reduktion der häufigen Wasserrutschenunfälle sind eine ständige Aufsicht und die Einhaltung der gültigen Sicherheitsnormen unabdingbar. Unterwasserströmungen im Eintauchbereich der Wasserrutsche können die Kollisionsgefahr reduzieren. Warnpiktogramme, Wassertiefenangaben und vermehrte Aufklärung im Schwimmunterricht könnten mithelfen, (Kopf-)Sprünge vom Beckenrand des Nichtschwimmerbereichs oder in seichte Badeseen zu verhindern. Griffigere Bodenbeläge und Auftrittsflächen sowie abgerundete Kanten in der Umgebung des Schwimmbeckens würden das Risiko des Ausrutschens senken.

Unfälle im Schwimmbad

    Jeden Tag verletzen sich in Österreich 5 Kind in einem Schwimmbad.
    Das mittlere Alter liegt bei 10 Jahren.
    Zu 56 % sind Buben von einem Unfall betroffen.
    39 % der Verletzungen betreffen den Kopf bzw. das Gesicht
    Jede fünfte Verletzung ist eine Fraktur.
    11 % der Verletzungen sind schwere Verletzungen
    Jedes 4. Unfallkind befindet sich ohne Begleitung eines Erwachsenen im Schwimmbad.
    Der Unfallgipfel liegt im Juli mit 38 % der Unfälle.
    Zwischen 11.00 und 16.00 Uhr passieren 80 % der Unfälle.
    Jeder fünfte Unfall passiert auf der Wasserrutsche.
    Bei 30 % der Unfälle ist ein Sturz infolge des Aus- bzw. Abrutschens die Ursache.
    Bei der Wasserrutsche passieren 40 % der Unfälle durch Kollisionen im Mündungsbereich, 13 % durch Kollisionen auf der Rutsche.

Ertrinken

    Pro Jahr ertrinken in Österreich 8 Kinder.
    Jedes sechste Kind, das in Österreich pro Jahr an den Folgen eines Unfalls stirbt, kommt im Wasser ums Leben.
    Ertrinken ist die häufigste Todesursache bei Kleinkindern.
    Ertrinken ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern.
    Auf ein tödlich verunglücktes Kind kommen 4 Kinder, die stationär aufgenommen werden müssen und das Krankenhaus mit zumeist schweren   

    geistigen Behinderungen verlassen.
    60 % der betroffenen Kinder sind nicht älter als 4 Jahre
    Bei 90 % der Ertrinkungsunfälle sind die Kinder zum Zeitpunkt des Vorfalls alleine.
    In 9 von 10 Fällen befindet sich ein Elternteil bzw. ein Erwachsener im Umkreis von 10 m und bemerkt den Vorfall trotzdem nicht.
    Vier Minuten, in denen ein Kind unter Wasser ist, können bereits zu irreversiblen Gehirnschäden führen, noch längere Zeiträume zum Tod.
    Die Risiko-Zeitpunkte sind:
    Diving Reflex bis zum 6. Lebensmonat
    Todstell-Reflex um das 2. Lebensjahr
    Nach dem ersten Schwimmkurs um das 5. Lebensjahr

Herzlichen Dank an GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

J.M.Mayr, P.Spitzer Grubbauer H.M., Skrabl-Baumgartner,A., Rödl S.

Schwimmen wie der Frosch!


Das Prinzip der schwimmenden Fortbewegung besteht darin, dass Wasser durch geeignete Maßnahmen in die eine Richtung bewegt wird und als Reaktion darauf der Körper in die entgegengesetzte Richtung gleitet. Dabei werden von Lebewesen unterschiedliche Methoden angewandt. Kalmare, Octopoden, Nautilus oder Sepien benutzen das Rückstoßprinzip zum Vortrieb. Meeresschildkröten benutzen die umgewandelten Arme zur Fortbewegung. Robben benutzen verschiedene Methoden, manche Seevögel wie etwa Lummen benutzen auch unter Wasser ihre Flügel zum Vortrieb.
Bei der eigentlichen schwimmenden Fortbewegung führen sehr schlanke Schwimmer wie etwa Aale eine Schlängelbewegung aus, wobei die Kurven der Rumpfkrümmung stets paarweise auftreten. Die Wellenlänge der Bewegung ist dabei erheblich kürzer als die Rumpflänge. Sie besitzen daher keine Schwanzflosse, da sie nicht benötigt wird. Fische und wasserlebende Säugetiere wie Wale und Delfine führen ebenfalls eine Schlängelbewegung aus, doch ist bei ihnen die Wellenlänge größer als die Körperlänge, und deshalb ist die Schwanzflosse erforderlich.
Entgegen früheren Vorstellungen leistet beim schnellen Schwimmen die Schwanzflosse keinerlei Beitrag zum Vortrieb. Sie dient allein der Richtungskontrolle und Steuerung. Der Vortrieb wird allein durch alternierende Krümmung des hinteren Rumpfteils und die dabei auf der jeweils konvexen Seite durch Reduzierung des örtlichen statischen Drucks auftretende Beschleunigung des angrenzenden Wassers bewirkt. Dabei tritt nur eine quer zur Bewegungsrichtung wirkende Kraft auf, die durch eine kompensierende Querkraft an der Schwanzflosse ausgeglichen werden muss. Der große Vorteil dieser Schwimmbewegung besteht darin, dass in Strömungsrichtung keine Kraft erzeugt werden muss.
Bei schnellen Fischen im turbulenten Strömungsbereich wie Thunen und lamniden Haien erfolgt die Bewegung durch seitliche Krümmung des Rumpfes. Deshalb steht die große Caudalflosse vertikal. Bei Walen und Delfinen wird die Wirbelsäule wegen der besseren Beweglichkeit in vertikaler Richtung auf und ab gekrümmt, dementsprechend steht die Schwanzflosse horizontal. Diese Art der Fortbewegung ist die effizienteste und erlaubt beispielsweise den großen Walen ihre Wanderungen über riesige Strecken.
Meeresschildkröten benutzen die zu Flügeln umgestalteten Arme zur Fortbewegung. Bei ihnen wird die bei der Umströmung der Flügel auftretende Kraft ähnlich wie die Auftriebskraft bei Vögeln zur Vortriebserzeugung benutzt. Die Flügel erzeugen hydrodynamisch diese Kraft. Bei Wirbeltieren, die nicht dauernd im Wasser leben, wird demgegenüber der Vortrieb durch den hydrodynamischen Widerstand der bewegten Extremitäten erzeugt. Diese Methode ähnelt dem Paddeln und Rudern und ist erheblich unwirtschaftlicher.
Auch der Mensch bewegt seine Gliedmaßen in einer Weise, die den Widerstand zur Krafterzeugung benutzt, wie auch der nebenstehend beim Schwimmen gezeigte Frosch. Diese Art der Fortbewegung ist ineffizient. Durch häufige Ausübung haben sich relativ effiziente Arten von Schwimmbewegungen herausgebildet, die vor allem im Schwimmsport als „Schwimmstile" bekannt geworden sind. Die Fortbewegung unter Wasser ist günstiger als diejenige an der Oberfläche, da dann der Wellenwiderstand nicht auftritt. Das Schwimmen an der Oberfläche erfordert aber in jedem Fall, dass die Bedingung des Gewichtsausgleichs zumindest annähernd erfüllt ist. Eine geringfügige Tendenz zum Absinken bzw. Untergehen kann dadurch ausgeglichen werden, dass die Schwimmbewegungen nicht nur horizontal sondern auch gegen das Absinken schräg nach „oben" gerichtet werden.

Kontakt


Geschäftsführender Präsident

Davy Koller

Fritz Kandl - Gasse 7 / 21

1210 Wien/Austria

+43 (0)664 6418170

praesident@oelrg.com

BANKVERBINDUNG:

Österreichische Lebens - Rettungs - Gesellschaft

Bundesverband Österreich BAWAG PSK

BIC: BAWAATWW

IBAN: AT41 1400 0037 1009 8882

 

ZVR: 666221352

Schreiben sie uns eine Nachricht


Bitte den Code eingeben:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.